Schwangerschaftsdiabetes FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Blutzucker-Grenzwerte beim Schwangeschaftsdiabetes?

• Nüchtern < 95 mg/dl
• 1 Stunde nach dem Essen <140 mg/dl
• 2 Stunden nach dem Essen <120 mg/dl

Wie sind die Grenzwerte für den Blutzucker im oGTT bei einer Schwangerschaft?

• Nüchtern >92 mg/dl
• Nach 1 Stunde >180 mg/dl
• Nach 2 Stunden >153 mg/dl

Wieso muss ein Schwangerschaftsdiabetes behandelt werden?

Wird ein Schwangerschaftsdiabetes nicht erkannt oder nicht behandelt, hat das unmittelbare und mittelbare Folgen für das Kind. Erhöhte Blutzuckerwerte der Mutter gelangen in den kindlichen Blutkreislauf. Die kindliche Bauchspeicheldrüse produziert mehr Insulin, wodurch Zucker vermehrt in den kindlichen Geweben eingelagert werden und Schäden verursachen.
Das Risiko für Komplikationen während der Geburt erhöht sich.

Was sind die Schäden für das Kind?

Für das Kind besteht langfristig ein erhöhtes Risiko für:
• Fettleibigkeit
• Gestörte Glucosetoleranz
• Diabetes mellitus
• Metabolisches Syndrom
• Bluthochdruck

Bei mir wurde Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Wie sieht die Therapie aus?

Unser Diabetes-Team wird sie ausführlich beraten. Im Vordergrund steht eine Verbesserung der Ernährung und Bewegung. Die Diabetesberaterin wird Ihnen beibringen, selbst Ihren Blutzucker zu messen. Zunächst erfolgen die Kontrollen engmaschig und werden jeweils in der Praxis besprochen. Bei zufriedenstellenden Werten können die Messabstände vergrößert werden. Sollten sich zwischenzeitlich Probleme ergeben sind wir für sie da.
Wenn trotz verbesserter Ernährung die Zielwerte für den Blutzucker überschritten werden, ist die Therapie mit Insulin empfohlen.

Was ändert sich nach der Entbindung?

Im Regelfall sind bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes die Blutzuckerwerte nach der Entbindung wieder normal. In Ausnahmefällen kann weiterhin eine Störung des Blutzuckerstoffwechsels vorliegen. Deshalb sollte sechs bis zwölf Wochen nach der Entbindung ein oraler Blutzuckerbelastungstest wiederholt werden.